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Daumen über Saudi-Arabien und Venezuela gesenkt

Venezuela: Das Budget des Landes leidet unter dem tiefen Ölpreis. Keystone

Die Bonitätswächter der US-Ratingagentur stufen Saudi-Arabien und Venezuela herab. Der tiefe Ölpreis lastet auf den Budgets beider Länder.

Veröffentlicht am 10.02.2015

Die Agentur Standard & Poor's (S&P) hat den Rating-Ausblick für Saudi-Arabien auf «negativ» von «stabil» gesenkt. Hintergrund sei der Ölpreisverfall, teilten die Bonitätswächter am Montag mit. Wegen seiner Abhängigkeit vom Öl könnte sich die Haushaltslage des Königreichs verschlechtern.

Die Agentur behielt ihre Einschätzung für die langfristigen Verbindlichkeiten des Landes mit «AA-» bei. Die Preise für Rohöl haben sich seit dem Sommer in etwa halbiert. Zudem senkte S&P die Bonitätsnoten für die drei Ölförderländer Bahrain, Kasachstan und Oman.

Auch Venezuela auf der Abschussliste

Gesenkt hat die Ratingagentur auch den Daumen über Venezuela. Für langfristige Kredite laute die Einstufung nun nur noch «CCC», teilte die US-Agentur ebenfalls am Montag mit. Das sei einerseits auf den Ölpreisverfall zurückzuführen. Andererseits gelinge es der Regierung um Präsident Nicolas Maduro nicht, die wirtschaftlichen Verwerfungen im Land in den Griff zu bekommen.

Viele Investoren an der Wall Street halten aber weiterhin Anleihen des Landes. Sie verweisen auf Venezuelas grosse Ölreserven und auch darauf, dass das Land in der Vergangenheit stets seine Schulden verlässlich bedient hat.

(sda/ise)

 

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