Nach der Welt-Aids-Konferenz in Melbourne vor etwas mehr als einer Woche sind rund 25 Delegierte nicht in ihre Heimat zurückgekehrt und wollen stattdessen in Australien um Asyl bitten. Die meisten kommen aus Afrika.

Sie fürchteten eine Rückkehr in ihren Heimat, sagte Pamela Curr von der Asylberatung dem australischen Rundfunksender ABC. «Das sind eindeutig Delegierte aus Ländern, in denen es lebensbedrohlich ist, sich mit dem Thema Aids zu befassen.»

Weder Test noch Behandlung

Das Problem von Stigmatisierung und Diskriminierung ist auch während der 20. Internationalen Aids-Konferenz immer wieder zur Sprache gekommen. Experten wiesen darauf hin, dass sich das HI-Virus gerade in Ländern wie etwa Uganda, in denen gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe steht, wie ein Buschfeuer in der gesamten Gesellschaft ausdehne.

Grund dafür sei, dass sich Homo- oder Bisexuelle, denen Haft oder Strafe drohten, weder testen noch behandeln liessen. An der mehrtägigen Konferenz in Melbourne hatten mehr als 13'000 Delegierte aus 200 Ländern teilgenommen.

(sda/me)

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