Dem Kanton Tessin geht es noch schlechter als vorausgesehen. Die Kantonsregierung zeigt die Zwischenbilanz per Ende September. Das Defizit beläuft sich auf 197,8 Millionen Franken - veranschlagt worden war ein Verlust von 148 Millionen Franken.

Grund für das gewachsene Defizit seien um 41,3 Millionen Franken höhere Aufwendungen, etwa für die Verbilligung der Prämien für die Krankenkasse, für die Fürsorge sowie für die Unterstützung von Asylsuchenden, teilte die Kantonsregierung am Dienstag mit.

Einnahmen gingen ebenfalls zurück

Spitalkosten für Behandlungen ausserhalb des Kantons, Ausgaben für Hochschulen und Unwetterschäden machten sich auf der Ausgabenseite ebenfalls bemerkbar.

Aber auch die Einnahmen gingen um 8,5 Mio. Franken zurück. Grund dafür waren Verschiebungen bei den Steuereinnahmen gegenüber dem Voranschlag - namentlich bei den Erbschaftssteuern und bei den Abgaben für Spielbanken und den Gebühren für Eintragungen ins Grundstückregister waren die Einnahmen tiefer als vorausgesehen.

Anzeige

(sda/moh/gku)