Dank des Rechenzentren-Verbunds, den der Bundesrat am Mittwoch genehmigte, sollen Kosten und Energie gespart werden. Er soll aus vier Rechenzentren bestehen, zwei davon mit militärischem Vollschutz. Eines der beiden zivilen Rechenzentren wird durch die Armee ebenfalls benutzt, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) mitteilte. Dieses soll den Betrieb im Jahr 2020 aufnehmen, mit der Projektleitung betraute der Bundesrat die armasuisse.

Die beiden militärischen Rechenzentren sollen bis 2021 voll funktionsfähig sein. Das rein zivile Zentrum, das im Raum Bern steht, soll laut EFD durch gezielte Instandhaltung mindestens bis ins Jahr 2030 weiterbetrieben werden können. Heute wird die Bundesinformatik in zahlreichen kleineren Rechenzentren an verschiedenen Standorten betrieben. Im Gegensatz zu einem grossen Rechenzentrum verbrauchen mehrere kleinere Zentren jedoch grundsätzlich mehr Energie, um die gleiche Rechen- und Speicherkapazität bereitzustellen.

Kredite müssen vom Parlament noch abgesegnet werden

Zu den Kosten machte das EFD im Communiqué vom Mittwoch keine Angaben. Gemäss einem im Internet veröffentlichten Dokument des Verteidigungsdepartements (VBS) von Anfang April belaufen sich diese auf rund 900 Millionen Franken: 615 Millionen Franken für den Immobilienteil und 275 Millionen für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Die Kredite müssen vom Parlament noch abgesegnet werden.

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Bei den Abklärungen zum Rechenzentren-Verbund wurden auch externe Mietvarianten geprüft. Diese seien aber aus qualitativen und wirtschaftlichen Gründen nicht weiter berücksichtigt worden, schreibt das EFD.

(sda/me)