Die Lebensqualität hat in 17 Kantonen der Schweiz zugenommen. Dies zeigt eine Erhebung zur nachhaltigen Entwicklung in diesen Kantonen. Gemessen wurden unter anderem der Gesundheitszustand, die Sicherheit oder die Lärmbelastung in den jeweiligen Kantonen.

Verkehrslärm habe die Einwohner der 17 an der Erhebung teilnehmenden Kantone weniger gestört als noch bei der ersten Erhebung im Jahr 2005, teilte das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) am Dienstag mit. Auch habe es in allen Kantonen weniger Verkehrsunfälle gegeben - stark abgenommen habe die Zahl der Unfälle besonders in den Kantonen Schwyz, Tessin und Wallis.

Bessere Gesundheit

Ebenfalls abgenommen habe in 16 von 17 Kantonen die «vorzeitige Sterblichkeit»; ein Zeichen für einen verbesserten allgemeinen Gesundheitszustand. Der Gesundheitszustand sei ein besonders wichtiger Faktor für die Lebensqualität, hiess es.

Diese umfasse die Deckung der Bedürfnisse der heutigen Generation, schreibt das ARE. Die Messung der Lebensqualität sei ein Teilaspekt der nachhaltigen Entwicklung, welche gewisse Kantone seit rund zehn Jahren mit verschiedenen Indikatoren in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft messen. Das ARE unterstützt die Erhebung.

Wasser und Luft sind noch zu dreckig

Die teilnehmenden Kantone sehen dank der Untersuchung, wo noch Handlungsbedarf im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung besteht. Verbessert werden könnte laut dem ARE insbesondere die Pflege des natürlichen Kapitals: So habe die Wasserqualität sich nur in vier der 17 Kantone verbessert. Auch die Verbesserung der Luftqualität sowie die Pflanzenvielfalt stagniere in vielen Kantonen.

Zugenommen habe in allen Kantonen zudem der Anteil der Sozialhilfebezüger - dies sei ein Hinweis auf eine ungleiche Verteilung der Lebensqualität. Abgenommen hingegen habe der Anteil der Steuerpflichtigen mit einem niedrigen Lohn. Die Kantone AG, BE, BL, FR, GE, LU, NE, SG, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG und ZH haben an der aktuellen Erhebung teilgenommen. Diese wird alle zwei Jahre durchgeführt.

(sda/mbü/ama)