Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern im Zusammenhang mit Konten in der Schweiz und Liechtenstein ist im Südwesten Deutschlands in der ersten Hälfte des Jahres eingebrochen. In den sechs Monaten wurden nur 1505 Selbstanzeigen gezählt.

Verschärfte Regeln

Diese brachten laut der Stuttgarter Nachrichten etwa 52 Millionen Euro Mehreinnahmen. Im Vorjahr seien es in den ersten sechs Monaten noch knapp 5500 Selbstanzeigen und etwa 88 Millionen Euro gewesen, sagte ein Sprecherin des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Insgesamt hätten sich 2014 in Baden-Württemberg 10'408 mutmassliche Steuerhinterzieher gemeldet.

Um straffrei davonzukommen, war jeder mit Schwarzgeld im Ausland gut beraten, dies bis zum 31. Dezember 2014 seinem Finanzamt zu melden. Zum 1. Januar wurden die Regeln deutlich verschärft. Der Schritt in die Steuerehrlichkeit ist seither teurer und rechtlich schwieriger.

(sda/chb)