Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz steigt so stark wie seit Ende 2012 nicht mehr. Beim Bundesamt für Migration (BFM) gingen im Juni über 2100 Gesuche ein, 400 mehr als im Mai. Dies bestätigte BFM-Direktor Mario Gattiker in der SRF-Sendung «10 vor 10».

Die meisten Asylgesuche werden von Menschen aus Syrien und Eritrea gestellt. Aufgrund der dramatischen Situation in Syrien wie auch in Eritrea ist laut Mario Gattiker klar, «dass sie im Aufnahmeland bleiben werden».

Keine Flüchtlingswelle

Noch wollte Gattiker nicht von einer Flüchtlingswelle sprechen. Dennoch müsse sich die Schweiz wappnen. Gefordert seien insbesondere die Kantone: «Diese müssen mehr Asylunterkünfte zur Verfügung stellen», sagte der BFM-Direktor im TV-Beitrag.

Beim BFM rechnet man damit, dass die Anzahl Gesuche auch in den nächsten Monaten weiter ansteigen wird. Bis Ende Jahr will der Bund eigene Asylunterkünfte für insgesamt 5000 Plätze bereit stellen.

(sda/chb)