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Deutsche Polizisten verhafteten falschen CS-Banker

Die Handschellen klickten schnell, die Freilassung dauerte ein wenig länger. (Bild: Keystone)

Deutsche Beamte verhafteten in Frankfurt am Main einen vermeintlich international gesuchten Banker der Credit Suisse. Es war der falsche Mann - die Nervosität in der Szene steigt.

Veröffentlicht am 25.04.2012

Es war eine peinliche Aktion am vergangenen Sonntag: Beamte der Polizei Frankfurt am Main sperrten am Flughafen einen Schweizer für mehrere Stunden hinter Gitter. Sie hielten ihn für einen Credit-Suisse-Banker, der von den USA im Zuge der Steuerbetrügereien international zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Dies berichtet das Finanzportal «Inside Paradeplatz» heute Mittwoch.

Doch der Verhaftete war der Falsche. Er heisst nur gleich wie der gesuchte CS-Banker. Die Beamten sollen nicht einmal über ein Foto der Person verfügt haben, nur der Name sei gleich gewesen, berichtet «Inside Paradeplatz».

Gefahr ist sehr real

Die Aktion der Frankfurter zeigt, dass die Reisegefahr für gesuchte Banker sehr real ist und dass mit den USA traditionell eng zusammenarbeitende Staaten wie Deutschland das Heft gerne auch selbst in die Hand nehmen.

Insideparadeplatz spekuliert auch darüber, dass der Fall etwas mit den verhärteten Fronten zwischen der Schweiz und Deutschland zu tun haben könnte. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen drei deutsche Steuerfahnder.

(chb/laf)

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