Wenn es um Briefkastenfirmen geht, möchten Treuhänder und Anwälte meist keine Auskunft geben. Im besten Fall weisen sie darauf hin, dass solche Domizilgesellschaften absolut legal seien.

Die deutsche Steuerkanzlei St.  Matthew mit Sitz in London und Zug macht hingegen laut Bericht in der «SonntagsZeitung» ganz offenherzig Werbung im Internet für Steuerhinterziehung und Geldwäscherei.

Dabei empfehle sie Obwalden: «Wir kennen die meisten Mitglieder der Kantonalregierung persönlich. Man kann mit den Beamten reden, sogar verhandeln», so der Bericht. Auf diese Weise lasse sich «mit sorgfältiger Planung die Schweizer Quellensteuer umgehen».

Niklaus Bleiker, Volkswirtschaftsdirektor und Landammann Obwaldens, betont gegenüber der «SonntagsZeitung», dass der Regierung die Steuerkanzlei nicht bekannt sei. Da die Steuerkanzlei in Zug sitzt, hat die Zuger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

(vst)

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