Wegen einer Anschlagswarnung sind in Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen für die Feiern rund um das Champions-League-Finale einem Medienbericht zufolge erhöht worden. Der Chef des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, habe am Freitag die Innenminister von Bund und Ländern in einer Sitzung über einen Hinweis auf ein möglicherweise in Deutschland geplantes Attentat informiert, berichtete «Spiegel Online».

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Beim Bundesinnenministerium und beim BKA war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Ein Sprecher der Berliner Polizei erklärte, vor Veranstaltungen äussere man sich grundsätzlich nicht zu Sicherheitsvorkehrungen. Man sei aber gut vorbereitet.

Islamisten würden Bombenanschlag planen

Ziercke sagte Spiegel Online zufolge, gefährdet seien öffentliche Veranstaltungen in Deutschland rund um das Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund in London. Mehrere Verdächtige planen demnach einen Bombenanschlag. Bei den mutmasslichen Tätern handele es sich um Islamisten. Besucher der Feiern müssten sich auf verschärfte Sicherheitsmaßnahmen einstellen.

Die Berliner Polizei will dem Bericht zufolge den Zustrom zur zentralen Veranstaltung auf der Fan-Meile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule genau beobachten und auffällige Taschen kontrollieren. Damit solle verhindert werden, dass Extremisten einen Sprengsatz in die Menschenmenge schmuggeln und zünden könnten.

Unklarheit über Warnung

Ähnlich solle bei anderen Grossveranstaltungen vorgegangen werden. Wie konkret die Warnung ist, blieb dem Bericht zufolge zunächst unklar. Ziercke habe aber von einem ernstzunehmenden Hinweis gesprochen.

Beim Marathon in Boston Mitte April hatten den Ermittlungen zufolge zwei aus Tschetschenien stammende Brüder mit Sprengsätzen drei Menschen getötet und mehr als 250 verletzt. 

(vst/reuters)