1984 sagte das Volk Ja und im folgenden Jahr schon wurde die Autobahnvignette in der Schweiz eingeführt. Nun ptüft auch das nördliche Nachbarland ein solches System. Das Bundesverkehrsministerium in Berlin prüfe die Einführung einer Maut-Vignette, schreibt die Zeitung ,Bild am Sonntag». Deutsche und ausländische Autofahrer müssten künftig eine Vignette erwerben, die für ein ganzes Jahr 100 Euro kosten dürfte, berichtet das Blatt. Für einige Tage oder Wochen würde die Autobahngebühr für Ausländer entsprechend geringer ausfallen.

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Die deutschen Autofahrer sollen demnach die Kosten der Vignette aber gegen die Fahrzeug-Steuer verrechnen dürfen. Eine Lösung hätten die Planer von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auch für diejenigen, deren Steuer unter 100 Euro liege, weil sie ein besonders schadstoffarmes Auto mit kleinem Motor hätten: Sie sollten bei der Vignette einen Öko-Rabatt bekommen, der sicherstelle, dass sie nicht teurer als die Kfz-Steuer ausfalle.

Schweizer stimmen über neuen Preis ab

Die Schweizer Stimmbürger stimmen am 24. November über eine Anpassung des Nationalstrassenabgabengesetztes ab. Ein Punkt darin ist die Erhöhung des Preises der Autobahn-Vignette von 40 auf 100 Franken. Dagegen wurde das Referendum ergriffen. Meinungsumfragen sagen eine Annahme voraus.

(reuters/hz/se/chb)