Der deutsche Bundestag hat eine Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland um vier Monate mit grosser Mehrheit gebilligt. Dem Antrag stimmten am Freitag in Berlin 542 Abgeordnete zu, 32 votierten mit Nein, 13 Parlamentarier enthielten sich der Stimme.

Damit kann das aktuelle, bereits 2012 beschlossene Hilfsprogramm bis Ende Juni verlängert werden. Es geht nicht um neue Finanzhilfen, sondern um mehr Zeit, das bestehende Programm abzuarbeiten. Sollte es erfolgreich beendet werden, können die bisher blockierten Kredithilfen aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF freigegeben werden.

Verlängerung des Hilfsprogramms ablehnen

Aus Griechenland kam zugleich eine belastende Meldung: Die Wirtschaft des Landes kämpft nach einer Erholungsphase wieder mit stärkerem Gegenwind. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte zwischen Oktober und Dezember um 0,4 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat am Freitag auf Basis revidierter Daten mitteilte.

Anzeige

In einer Schnellschätzung war zunächst ein Minus von 0,2 Prozent ermittelt worden. In den ersten drei Quartalen 2014 wuchs die Wirtschaft – im Sommer sogar um 0,7 Prozent. Trotz des Dämpfers zum Jahresende dürfte die Wirtschaft des Landes nach sechs Rezessionsjahren 2014 daher erstmals wieder gewachsen sein. Die Jahresdaten sollen im März veröffentlicht werden.

(sda/me/ama)