Die Bundesregierung will nach Informationen der «Süddeutschen Zeitung» (SZ) jetzt auch die abgeschwächte Initiative von EU-Justizkommissarin Viviane Reding für eine europäische Frauenquote in Aufsichtsräten stoppen.

Die Ständige Vertretung Deutschlands bei der EU wurde am Montagabend aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die geplante Richtlinie keine Mehrheit findet, schreibt die Zeitung.

In der «Weisung» der Bundesregierung, die der «SZ» vorliegt, heisst es, die Ständige Vertretung solle «ab sofort – auch auf Botschafterebene – gegenüber Partnern für die deutsche Haltung werben».

Das Verhandlungsziel müsse die Ablehnung des Richtlinienvorschlags sein, heisst es. Dies solle durch die «Bildung einer Sperrminorität» erreicht werden. Die Bundesregierung sei «aus grundsätzlichen Erwägungen» gegen die geplante Richtlinie, da diese das Subsidiaritätsprinzip nicht wahre, so der Artikel.

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(tke/vst)