Bisher waren die deutschen Statistiker von 81,8 Millionen Einwohnern ausgegangen. Die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten kam nun jedoch auf lediglich 80'219'695 Menschen, wie nun bekannt wurde. Die Einwohner waren zuletzt im Jahr 1987 in der damaligen Bundesrepublik sowie 1981 in der DDR gezählt worden. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten fortgeschrieben und im Laufe der Zeit immer ungenauer.

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Nach den neuesten Zahlen kommt mittlerweile fast jeder Fünfte aus einer Zuwandererfamilie: 15,0 Millionen Einwohner des Landes haben einen sogenannten Migrationshintergrund. Viele von ihnen haben aber inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Frauen in der Überzahl

Unter den 80,2 Millionen Einwohnern finden sich nämlich nur knapp 6,2 Millionen Ausländer - eine Quote von 7,7 Prozent. Ausserdem sind die Frauen in Deutschland klar in der Überzahl: Gut 41 Millionen weiblichen Einwohnern stehen nur etwas mehr als 39 Millionen Männer gegenüber.

Die Datenerhebung für die neue Volkszählung hatte im Jahr 2011 begonnen. Im Unterschied zu einer klassischen Volkszählung wurde dafür nur ein Drittel der Bevölkerung befragt - persönlich oder schriftlich. Weitere Daten wurden aus den Melderegistern der Gemeinden, dem Register der Arbeitsagentur und anderen Quellen zusammengetragen.

Nächste Zählung 2012

Die Europäische Union schreibt vor, dass bestimmte Daten erhoben werden müssen. Die nächste Volkszählung ist deshalb schon fest eingeplant - für das Jahr 2021.

(se/sda)