In der Schweiz sind die Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Region Zug am Besten. Neben der steuerlichen Attraktivität sei dies auf die hohe Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte zurückzuführen, geht aus einer Studie zur Standortqualität der Credit Suisse am Mittwoch hervor. Während sich insbesondere die Zentralschweizer Kantone durch steuerliche Vorteile auszeichnen, glänzen die beiden Basel, Zürich und der Aargau vor allem bei der verkehrstechnischen Erreichbarkeit der Bevölkerung, der Beschäftigten und von Flughäfen.

Unterhalb des Landesmittels kommen ländliche und gebirgige Kantone zu liegen. Deren natürliche Rahmenbedingen, wie die Topografie und die Distanz zu den grösseren Wirtschaftszentren, würden die Standortpolitik erschweren und zudem weitgehend unveränderbar sein. Gleichwohl lasse sich die Positionierung beeinflussen. Als Beispiel führt die Studie den Kanton Uri an, der sich deutlich günstiger positionieren kann als andere Bergkantone.

Die Zentrumskantone Bern und Waadt liegen ebenfalls unter dem Schweizer Durchschnitt. Aufgrund ihrer Grösse und der "beträchtlichen" Heterogenität sei dieses Resultat aber nur bedingt aussagekräftig.

Die vergleichsweise schwache Positionierung der Westschweizer Zentrumskantone Genf und Waadt überrasche. So verzeichnete der Genferseeraum in den vergangenen Jahren ein im Schweizer Vergleich hohes Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung, obschon seine Standortqualität nicht darauf hindeute. Eine Ursache für diese Diskrepanz macht die Studie in der diskretionären Steuerpolitik aus. Solche Massnahmen würden westlich der Sprachgrenze ausgiebig angewendet, heisst es.

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(awp/rcv)