Peer Steinbrück hat ein Papier zur «Bändigung der ­Finanzmärkte» vorgelegt. Mit den Fakten geht er darin ziemlich salopp um: Wäre es eine Seminararbeit im ersten Ökonomiesemester, müsste der Kanzlerkandidat der SPD in die Wiederholungsrunde.

Beispiele: Die Dividendenausschüttungen der Banken seien seit der Krise kaum ­zurückgegangen, schreibt Steinbrück. Fakt ist: Fast alle deutschen Banken haben ­reduziert. Die Commerzbank setzte ihre Aktionäre auf null.

Steinbrück zählt zehn Landesbanken. Fakt ist: Es sind nur noch sieben. Er hat wohl verdrängt, dass die unter seiner Mitverantwortung aus dem Ruder gelaufene WestLB nicht mehr existiert und dass deren Risiken in einer Bad Bank mit 180 Milliarden Franken Volumen nun vom Steuerzahler getragen werden.

Steinbrück versteht unter «Schattenbanken» vor allem Hedge Funds und Private Equity Funds. Er will diese streng regulieren. Fakt ist: ­Regulierer verstehen darunter etwas anderes. Zudem sind Hedge Funds in Deutschland längst streng reguliert, aber es gibt dort praktisch keine.