Der ehemalige Novartis-Chef Daniel Vasella steht bei den Jungsozialistinnen und -sozialisten der Schweiz (Juso) mit rund 23'000 Franken in der Kreide. Der Betrag setzt sich aus Gerichtskosten und Parteienentschädigungen zusammen und hätte bis Freitag beglichen werden müssen.

Nun würden Verzugszinsen fällig, bestätigte Juso-Zentralsekretär Dario Schai einen Bericht der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Bei der Juso-Anwältin sei der bundesrichterlich zugesprochene Betrag bis zum Fälligkeitstermin nicht eingegangen - nota bene nach bereits einmal erstreckter Zahlungsfrist.

Die Anwältin der Jungpartei hatte am 22. Mai eine Mahnung an Vasellas Anwalt geschickt. Der Ex-Novartis-Chef schulde den Juso 22'640 Franken und 20 Rappen. Zudem bot sie Vasella eine Ratenzahlung an. Die Forderung der Juso setzt sich aus 6000 Franken Parteienentschädigung für das Verfahren vor Bundesgericht und Parteikosten bei den Vorinstanzen zusammen.

Das Bundesgericht schätzte Mitte April eine Fotomontage mit Daniel Vasellas Kopf auf einem nackten Männerkörper in verkniffener Pose als gerade noch tolerierbare Satire ein. Es gab damit den Juso Recht, die das Bild für die Kampagne der 1:12-Initiative verwendet hatten.

Vasella reichte deswegen im März 2011 Klage wegen Persönlichkeitsverletzung ein. Während das Bezirksgericht Baden AG dem ehemaligen Novartis-CEO Recht gab, hob das Aargauer Obergericht auf Berufung der Juso Schweiz und dem heutige Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth das Urteil der Vorinstanz auf. Das Bundesgericht stützte den Entscheid des Obergerichts.

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(sda/chb)