Der frühere US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle steigen ins Filmgeschäft ein. Das Filmportal Netflix erklärte am Montag, mit den Obamas einen Vertrag über die Produktion von Filmen, Dokumentationen und Serien abgeschlossen zu haben.

Eine mit der Vereinbarung vertraute Person sagte, die beiden würden in einigen der geplanten TV-Produktionen selber auftreten und andere betreuen. Finanzielle Einzelheiten des über mehrere Jahre laufenden Vertrages wurden nicht genannt. Erste Produktionen der unter dem Namen «Higher Ground Productions» firmierenden Filmgesellschaft der Obamas würden 2019 erwartet.

Auch Al Gore im Filmgeschäft

Netflix hat weltweit rund 125 Millionen Abonnenten. Es ist das erste Mal, dass ein früherer US-Präsident eine derartige Vereinbarung schliesst, die ihm direkten Einfluss auf die filmische Aufarbeitung seiner Amtszeit gibt. Der erste Ex-Spitzenpolitiker im US-Filmgeschäft ist Obama allerdings nicht: Der frühere US-Vizepräsident Al Gore hatte 2007 mit einer Dokumentation über den Klimawandel einen Oscar gewonnen.

Die Obamas liessen offen, welche Art von Filmen und Serien sie produzieren wollen. Barack Obama erklärte lediglich, er habe in seiner achtjährigen Amtszeit, die im Januar 2017 endete, faszinierende Menschen aus allen Lebensbereichen kennengelernt. Netflix ist mit Produktionen wie «House of Cards» und «Orange is the new black» bekannt geworden.

(reuters/bnm/tdr)