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«Die Personenfreizügigkeit war immer eine Kröte»

Wird das Votum vom Sonntag wirtschaftliche Folgen haben?  Keystone

Die Einwanderungsinitiative war auch bei den Lesern von Handelszeitung.ch ein grosses Thema. Das Verhältnis der Schweiz zur EU und die Konsequenzen des «Ja» werden unterschiedlich interpretiert.

Veröffentlicht am 11.02.2014

«Die Personenfreizügigkeit war immer eine Kröte, die die Schweizer Bevölkerung schlecht verdauen konnte. Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, sondern damit, dass die Schweiz ein kleines Land ist und bereits einen hohen Ausländeranteil hat, zudem selbst für eine gut ausgebildete Bevölkerung sorgt, die das Recht hat, im Markt aufgenommen zu werden.» (Elisa)

«Was denn für Gespräche mit der Schweiz bitte? Die darf es gar nicht geben. Die Schweizer haben entschieden, und ihnen war vorher klar, was das heißt: Aufkündigung der Verträge, zurück in die Steinzeit, mit allem was da zugehört, Zoll wieder einführen. Grenzen zumachen zur Schweiz, die Schweiz behandeln als wäre es das tiefste schwarzafrikanische Ausland.» (Walther)

«Schweizer Qualität»

«Ich lebe sehr gerne in der multikulturellen Schweiz und freue mich über die vielen Eingebürgerten, die sich hier daheim fühlen. Das ist gelebte Schweizer Qualität.» (rene)

«Unser Land wird noch als Vorbild für Andere dienen.» (Smeraldo)

«Ich finde es sehr interessant, dass es viele EU-Bürger gibt, die genau wie wir Schweizer abstimmen würden, wenn sie könnten.» (Caro)

«Wir wollen uns nicht abschotten, sondern nur vor massloser Einwanderung schützen. Das ist unser gutes Recht, wir sind ja Gott sei Dank kein EU-Mitglied. Jene Typen, die seinerzeit so ein missliches Vertragswerk (mit Guillotineklausel) mit der EU aushandelten, haben unserem Land geschadet.» (R.Zwicky)

«Die EU hat Angst - nicht die Schweiz.(Meier)

«Politischer Moloch»

«Es hat 265 Länder auf der Welt, mit denen die Schweiz ein Handelsabkommen abschließen kann. Wir brauchen keinen politischen Moloch, der uns aussaugen will.» (Höruf)

«Ich bin ebenfalls Schweizer und in die EU ausgewandert und ich Zahle fast keine Steuern... Wer keine Ahnung hat, sollte nicht stimmen gehen dürfen!» (auswanderer)

«Zehn Jahre Stagnation»

«Freuen wir uns auf weitere zehn Jahre Stagnation wie nach der EWR Abstimmung!» (Werner Schreier)

«Die Schweiz will sich abschotten und ihr eigenes Ding machen. Gerne. Aber dann geht es auch nicht mehr, dass Schweizer Produkte einfach in die EU importiert werden können, Schweizer Arbeiter in der EU arbeiten dürfen und Schweizer in Deutschland Mehrwertsteuerfrei einkaufen können.» (Thomas)

«Nachdem nun das erste, hysterische, von Angst ausgelöste Getöse der gut im Futter gehaltenen EU-Schranzen vorüber ist, welches gestern die Frontseiten der Medien belegte, wäre es nun an der Zeit die grauen Zellen im Oberstübchen wieder einzuschalten.» (Thomas Stalder)

«BRAVO! Die direkte Demokratie ist Gott sei Dank in der Schweiz noch voll funktionsfähig! Dadurch ließen sich die Schweizer nicht in die Falle locken, durch den Sirenengesang der kriminellen EU-Vereinigung, die von NIEMANDEN gewählt wurde und de facto eine DIKTATUR ist.» (mawilly)

«Wen freut's?»

«Das Volk sieht seine Abstimmungsinitiative nicht restlos umgesetzt, die Wirtschaft ächzt so vor sich hin, und wen freut's? Natürlich der SVP. Sie steht in Bier- und Bratwurstlaune mit ihren Jodelkönigen Blocher und Brunner am rechten Rand und stellt sich scheinbar rechtzeitig wieder mal als Retter zur Verfügung. Grüezi Schweiz und hopp Schwiiz, denn, rückwärts in die Zukunft?» (Armin Bannasch)

(Zusammengestellt von Gabriel Knupfer)

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