Russlands Notenbank will sich notfalls mit unkonventionellen Mitteln gegen die Folgen drohender neuer Sanktionen des Westens stemmen. Die Währungshüter seien für diesen Fall gerüstet, sagte Vize-Zentralbankchefin Xenia Judajewa am Freitag im russischen Fernsehen.

Die Zentralbank sei bereit, die üblichen Instrumente der Geldpolitik in «unkonventioneller Weise» zu handhaben. Eine Erläuterung blieb sie schuldig. Erst Ende Juli hatte die Notenbank mit einer Erhöhung des Leitzinses auf acht Prozent auf die im Sog der Ukraine-Krise verschärfte Kapitalflucht reagiert.

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Wegen der russischen Rolle im Ukraine-Konflikt hat der Westen gegen das Land Sanktionen verhängt, die bereits in den vergangenen Monaten den Aktienmarkt des Schwellenlandes belasteten und zu einem Kursverfall des Rubel führten. Derzeit erwägt die EU eine Verschärfung der Strafmassnahmen, wobei auch Kreditgeschäfte mit Russland eingeschränkt werden können. Sollten härtere Sanktionen greifen, droht Russland ein weiterer Abfluss an Kapital.

(Reuters/ise)