Das Atomkraftwerk Gösgen SO dürfte noch diese Woche wieder ans Netz gehen. Die Reparaturarbeiten haben bereits begonnen, die Leckstelle an einer Messleitung wurde lokalisiert. Derzeit sind erstmals alle fünf Schweizer AKW vom Netz getrennt.

«Wir gehen davon aus, dass das schadhafte Teilstück ersetzt werden muss», sagte der AKW Gösgen-Sprecher Konstantin Bachmann der Nachrichtenagentur sda. Wie lange die Reparatur daure, lasse sich noch nicht genau sagen. «Maximal aber nur wenige Tage». Diese Messleitung liege nicht im nuklearen Turbinenkreislauf.

Tests stehen an

Sei die Reparatur beendet, müssten noch alle Betriebssysteme des Kraftwerks erfolgreich getestet werden. Danach muss das Eidgenössische Nuklearinspektorat Ensi dem AKW Gösgen noch eine Freigabe erteilen.

Erteilt das ENSI grünes Licht, wird das Kraftwerk wieder sukzessive hochgefahren. Bis das AKW wieder eine Leistung von 100 Prozent erreicht hat, kann das bis zu einem Tag dauern, wie Bachmann weiter sagte. Das AKW war am Montag um Mitternacht vom Stromnetz getrennt worden, nachdem das Leck entdeckt worden war.

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(sda/chb)