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Die Schweiz verliert an Anziehungskraft

Schweizer Fahne: Die Zuwanderung sinkt. Flickr/CC/Martin Abegglen

Die Zuwanderung in die Schweiz ist in den ersten drei Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel zurückgegangen: Weniger Ausländer wandern ein und mehr Bürger verlassen das Land.

Veröffentlicht am 19.04.2016

Die Zuwanderung in die Schweiz ist im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zur Vorjahresperiode um über 30 Prozent zurückgegangen. Einerseits wanderten weniger Personen ein, andererseits verliessen mehr Personen die Schweiz.

Die Einwanderung zwischen Januar und März 2016 ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,7 Prozent zurück, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag. Die Auswanderung nahm um 11,5 Prozent zu. Der Wanderungssaldo betrug damit 15'027 Personen, 34,5 Prozent weniger als im ersten Quartal des letzten Jahres. Vergangene Woche waren bereits die Zahlen von Januar und Februar bekannt geworden. Nun hat das SEM die Bilanz für das gesamte erste Quartal und die Details veröffentlicht.

Schwächerer Zuzug von Familienangehörigen

Zwischen Januar und März sind insgesamt 32'667 Personen aus EU- und EFTA-Staaten in die Schweiz eingewandert, um eine Arbeitsstelle anzutreten. Das sind 14,7 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. In dieser Zahl sind Personen der ständigen und nicht ständigen ausländischen Wohnbevölkerung enthalten.

Im Rahmen des Familiennachzugs sind 10'880 Personen in die Schweiz eingewandert, 8 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Ende März lebten 2'004'263 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Davon waren 1'371'572 Bürgerinnen und Bürger aus EU- und EFTA-Staaten.

(sda/mbü/ama)

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