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Abstimmung
Die Szenarien für die Schicksalswahl in Holland

Kandidaten: Abstimmung unklar.

Die nächste wichtige nationale Wahl findet in den Niederlanden statt. Selten war die Ausgangslage so unklar. Ein Überblick über die möglichen Konstellationen im Ergebnis.

Veröffentlicht am 09.03.2017

Die Niederländer wählen am 15. März ein neues Parlament. Selten war der Ausgang so unklar wie in diesem Jahr. Vermutlich werden die 150 Sitze der Zweiten Kammer auf 14 Parteien verteilt. Die Parteien liegen nach den Umfragen so dicht beieinander, dass mindestens vier Parteien eine Koalition bilden müssen. Eines ist klar: Das bisherige Bündnis der rechtsliberalen VVD mit den Sozialdemokraten kann nicht weitermachen. Doch wer könnte künftig in Den Haag regieren? Das sind die möglichen Szenarien:

Geert Wilders wird Ministerpräsident

Das ist faktisch ausgeschlossen. Wilders' PVV könnte nur dann alleine regieren, wenn sie 76 der 150 Mandate erringt. In den Umfragen liegt die PVV zur Zeit bei etwa 21-27. Keine andere Partei will eine Koalition mit Wilders. Mit einer Ausnahme: die Seniorenpartei 50plus. Die aber kann höchstens auf 10 Sitze hoffen. Das reicht nicht, um mit Wilders eine Mehrheit zu erzielen.

Premier Rutte macht's wieder

Der rechtsliberale Ministerpräsident Mark Rutte hat trotz Verlusten beste Chancen, zum dritten Mal eine Regierung zu bilden. Doch dazu braucht er mindestens drei Partner. Seine VVD ist zur Zeit mit rund 16 Prozent oder 23-27 Sitzen die Nummer eins in den Umfragen. Mögliche Partner wären die christdemokratische CDA und die linksliberale D66.

Doch das reicht noch nicht aus. Ein möglicher weiterer Partner könnte die grüne Partei GroenLinks sein. Ob Ruttes bisheriger Partner, die sozialdemokratische Partei für die Arbeit, noch mal will, ist mehr als fraglich. Der Partei droht die grösste Niederlage ihrer Geschichte - nur noch 12 statt jetzt 35 Sitze.

Mitte-Links-Regierung

Das wäre die Riesenüberraschung, doch rechnerisch möglich. Die Sozialdemokraten, die Sozialisten und GroenLinks könnten sich schnell einigen. Sie verstehen sich auch relativ gut mit den Linksliberalen der D66 und der linken ChristenUnie. Aber: Die konservativen Christdemokraten würden wohl nicht mitmachen.

Minderheitsregierung

Angesichts der total zersplitterten Parteienlandschaft ist auch das wahrscheinlich: Die rechtsliberale VVD könnte eine Minderheitsregierung mit den Christdemokraten und den Linksliberalen bilden. Diese würde wohl von den Sozialdemokraten, den Grünen und anderen kleineren Parteien geduldet werden.

(sda/me)

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