Israel und die Palästinenser haben sich im Gaza-Krieg erneut auf eine zeitlich unbefristete Waffenruhe verständigt. Beide Seiten stimmten nach eigenen Angaben einem entsprechenden Vorschlag Ägyptens zu. Die Gefechte wurden am Dienstag um 18 Uhr (MESZ) eingestellt, wie die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena meldete.

Bis zum Morgen hat die Feuerpause gehalten. In der Nacht hat es keine Luftangriffe mehr im Gazastreifen gegeben. Es seien auch keine Raketen mehr auf Israel abgefeuert worden, bestätigte eine Armeesprecherin in Tel Aviv am Mittwoch. Zeitgleich haben die Konfliktparteien in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ihre Gespräche wiederaufgenommen.

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Offensive fordert zahlreiche Opfer

Seit Ausbruch des Kriegs am 8. Juli seien im Gazastreifen rund 5'230 Ziele bombardiert worden. Militante Palästinenser hätten rund 4'590 Raketen auf Israel abgefeuert. Davon seien rund 3'660 eingeschlagen. Der Rest sei entweder von der Raketenabwehr abgefangen worden oder auf palästinensischem Gebiet niedergegangen.

Israel wollte mit der Offensive den ständigen Raketenbeschuss aus der Küstenenklave unterbinden. Dabei wurden mehr als 2'130 Palästinenser getötet und mehr als 11'100 verletzt. Auf israelischer Seite starben 64 Soldaten und 6 Zivilisten.

(sda/reuters/lur/me)

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