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Trauer
Die Welt reagiert schockiert auf Anschläge

Trauer: Personen zünden vor der französischen Botschaft in Berlin Kerzen an.   Keystone

Das Massaker von Paris löst auf der ganzen Welt Abscheu und Entsetzen aus. Die Solidarität mit Frankreich ist gross.

Veröffentlicht am 14.11.2015

Die Attentate in Paris haben weltweit Erschütterung aber auch Solidarität ausgelöst. «Liberté, égalité, fraternité», zitierte etwa US-Präsident Barack Obama den Wahlspruch der französischen Republik als Reaktion auf die tödlichen Terroranschläge vom Freitagabend.

«Wir werden tun, was immer auch getan werden muss, um diese Terroristen zur Verantwortung zu ziehen», sagte Obama bei einer Ansprache im Weissen Haus in Washington. «Diejenigen, die glauben, sie können das französische Volk oder die Werte, für die es steht, terrorisieren, liegen falsch.»

«Barbarisch und feige»

Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die «barbarischen und feigen Terrorangriffe» von Paris scharf. «Die Mitglieder des Sicherheitsrates drücken ihre tiefe Anteilnahme für die Familien der Opfer und der Regierung Frankreichs aus», hiess es in einer Erklärung. Die Schuldigen für diese terroristischen Akte müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter liess auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga noch am Abend eine Mitteilung verbreiteten. Die Gedanken der Schweiz seien bei Frankreich nach den Anschlägen in Paris, hiess es darin.

«Europa ins Herz getroffen»

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel versprachen Frankreich Solidarität. Merkel schrieb: «Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen. Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris.»

«Wir verurteilen diese unmenschlichen Taten zutiefst und sind bereit, jede erdenkliche Hilfe bei der Untersuchung dieser terroristischen Verbrechen zu gewähren», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi schrieb: «Italien weint um die Opfer von Paris und ist vereint im Schmerz mit den französischen Brüdern. Das ins Herz getroffene Europa wird auf diese Barbarei zu reagieren wissen.»

Grossbritanniens Premierminister David Cameron zeigte sich «schockiert» über die Ereignisse in Paris. «Wir sind in Gedanken und in Gebeten beim französischen Volk. Wir tun alles, was wir können, um zu helfen.»

EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb, er verfolge die Berichte über die Anschläge mit Entsetzen. Auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker drückte sein Mitgefühl aus. «Wir sind solidarisch an der Seite der Franzosen», schrieb Juncker.

China, Katar, Spanien

Die chinesische Regierung bekundet ihre Solidarität mit Frankreich. China sei bereit, Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite zu stehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken, sagt Präsident Xi Jinping.

Auch Katar kritisierte die Tat, der britische Premierminister David Cameron zeigte sich schockiert. Spanien sicherte Frankreich alle Unterstützung und Solidarität zu. «Entsetzt und bestürzt» reagierte in Madrid auch König Felipe VI.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte, die Anschläge in Paris richteten sich «nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte. Der Terror hat keine Religion, keine Nationalität. Terror ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.»

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sichert Frankreich derweil die Unterstützung des Militärbündnisses zu. Die Nato stehe im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs, sagte Stoltenberg. «Terrorismus wird nie die Demokratie besiegen», fügte er hinzu.

New York in Blau-Weiss-Rot

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo rief ihre Mitbürger nach der Terrorwelle zur Einheit auf. «Wir sind aufrecht, wir sind vereint», schrieb sie auf Twitter. «Angesichts dieser unsäglichen barbarischen Akte, die mehrere Dutzend Tote gefordert haben, ist Paris im Herzen getroffen.»

Aus Solidarität mit Paris leuchtete New York blau-weiss-rot. Mehrere Gebäude änderten spontan ihre Beleuchtung und strahlten in den Farben der französischen Nationalflagge. Darunter war auch das One World Trade Center. Der auch Freedom Tower genannte Turm steht an der Stelle der am 11. September 2001 bei einem islamistischen Anschlag zerstörten Türme des World Trade Centers.

(sda/chb)

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