In früheren Jahren liess Dilma Rousseff jeweils mehr Sympathien für das Weltsozialforum (WSF) erkennen, auf dem sich seit 2001 die Globalisierungskritiker treffen - teilweise zeitgleich mit dem WEF. Das WSF fand zudem mehrmals im brasilianischen Porto Alegre statt. 2013 ging das Treffen in Tunis über die Bühne. Der nachhaltige Nutzen einer jährlichen Grossveranstaltung wird mittlerweile allerdings in globalisierungskritischen Kreisen in Zweifel gezogen.

Doch nun will die Präsidentin Brasiliens erstmals nach Davons ans Weltwirtschaftsforum WEF reisen. Gemäss brasilianischen Beobachtern liegt dem Entscheid der Präsidentin für Davos ein Strategiewechsel zugrunde, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa schreibt. Rousseff, die der linken Arbeiterpartei angehört, wolle in Davos ausländische Unternehmer dafür gewinnen, vermehrt in Brasilien zu investieren. Ihr Vorgänger Luis Lula Inacio da Silva hatte Davos bereits besucht.

(sda/se)