Die EU-Kommission hat ihr Verfahren gegen Disneyland in Paris wegen teilweise erhöhter Ticketpreise eingestellt. Der Vergnügungspark habe seine Buchungs- und Zahlungsmodalitäten in Einklang mit EU-Recht gebracht, teilte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde mit.

Privatkunden und Verbraucherschützer hatten sich zuvor beschwert, dass Disneyland je nach Nationalität und Wohnort von den Kunden unterschiedliche Preise verlangte. Käufer in Frankreich profitierten demnach von speziellen Angeboten, die in Deutschland etwa nicht zu erwerben waren.

Diskriminierung verstösst gegen europäisches Recht

Zudem sei es vorgekommen, dass Verbraucher, die online bestellen wollten, vom Anbieter auf dessen deutsche Internetseite geleitet wurden, auf der der gleiche Artikel mehr kostete. Eine solche Diskriminierung verstösst laut EU-Kommission gegen europäisches Recht - die EU-Dienstleistungsrichtlinie.

In verschiedenen Märkten unterschiedliche Preise zu verlangen, sei nicht illegal, erklärte die Sprecherin der EU-Kommission. Jedoch dürften Verbraucher nicht daran gehindert werden, das jeweils günstigste Angebot in Anspruch zu nehmen.

(awp/gku/chb)