US-Präsident Donald Trump hat in seiner mit Spannung erwarteten Rede am WEF für den Aufbau einer besseren Welt geworben. Seine Regierung werde die USA immer an erste Stelle setzen. Aber das bedeute nicht: «Amerika alleine».

«Ich bin hier, um die Interessen des amerikanischen Volkes zu vertreten», sagte er am Freitag zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Er wolle sich zudem für die Einhaltung von Handelsverträgen einsetzen.

US-Handelsgesetze durchsetzen

Nur durch einen fairen und gegenseitigen Handel könne ein System geschaffen werden, das für die USA und alle Nationen funktioniere. Die USA würden die US-Handelsgesetze durchsetzen und die Integrität des Handelssystems wiederherstellen.

Die Welt erlebe den Wiederaufstieg eines starken und wohlhabenden Amerikas. Es habe nie eine bessere Zeit gegeben, um in den USA zu arbeiten, zu bauen, zu investieren und zu wachsen.

«Partnerschaft zum Bau einer besseren Welt»

Sein Land hoffe auf eine Zukunft, in der es Wohlstand für alle gebe und jedes Kind ohne Gewalt, Armut und Angst aufwachsen könne. «Die USA streben eine Partnerschaft zum Bau einer besseren Welt an.»

Laute Buhrufe für Trumps Medienschelte in Davos

Mit lauten Buhrufen haben Zuhörer in Davos auf heftige Angriffe von US-Präsident Donald Trump auf die Medien reagiert. «Erst als ich Politiker wurde, habe ich bemerkt, wie fies und gemein, wie bösartig und wie 'fake' die Presse sein kann», sagte Trump in seiner Rede am WEF am Freitag.

Aus weiten Teilen des Publikums war daraufhin Protest zu hören. Trump ignorierte die Buhrufe und setzte seine Ausführungen fort.

Trump hat sich in seinem ersten Amtsjahr immer wieder vehement darüber beschwert, dass die sogenannten Mainstream-Medien angeblich falsch und unehrlich über ihn berichteten. Er verunglimpfte einzelne Medienhäuser und Journalisten auch wiederholt direkt, was grosse Sorgen um die Pressefreiheit auslöste.

In der vergangenen Woche stellte er amerikanische Medien wie die «New York Times» und den Fernsehsender CNN an den Pranger und zeichnete sie mit dem von ihm erfundenen Schmähpreis Fake News Award aus.

Zwischendurch erntete der amerikanische Präsident auch Lacher. Etwa als er bemerkte, unter einer demokratischen Führung wären die Aktienkurse sicherlich um knapp 50 Prozent gefallen. Unter ihm seien die Kurse aber um 50 Prozent gestiegen.

Zum Schluss seiner 15 Minuten und 50 Sekunden langen Rede war der Applaus der Wirtschafts- und Finanzelite in Davos aber spärlich.

(sda/gku/tdr/me)

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