1. Home
  2. Politik
  3. Donald Trump zieht positives Fazit nach China-Besuch

Abgereist
Donald Trump zieht positives Fazit nach China-Besuch

Imported Image
Xi Jinping und Donald Trump: Haben sich offenbar gut verstanden. Keystone

Nach seinem Besuch in China schwärmt Trump vom Staatschef Xi Jinping. Am Handelsdefizit hätten nicht die Chinesen Schuld, sondern seine Vorgänger. Die beiden Länder beschlossen gewichtige Abkommen.

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping zum Abschluss seines Besuches in Peking gelobt. «Er ist ein hoch angesehener und mächtiger Vertreter seines Volkes», erklärte Trump am Freitag auf Twitter vor der Abreise.

Die Gespräche über die Handelspolitik und Nordkorea seien ergiebig gewesen. Auch bekräftigte Trump seine überraschende Kehrtwende im Handelsstreit mit China. Statt wie im Wahlkampf und in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft unfaire Handelspraktiken Chinas anzuprangern, machte er nun seine Vorgänger dafür verantwortlich, dass China deutlich mehr Waren in die USA ausführt als umgekehrt.

Vorgänger falsch gehandelt

«Ich gebe nicht China die Schuld, ich mache frühere Regierungen den Vorwurf, China zu erlauben, die USA im Handel auszunutzen, was dazu führte, dass die USA Hunderte Milliarden US-Dollar verlieren», twitterte Trump.

In Handelsfragen zeigte sich Trump versöhnlich, nachdem zuvor in Anwesenheit beider Präsidenten in der Grossen Halle des Volkes 15 Wirtschaftsvereinbarungen unterzeichnet worden waren. Zu den Vereinbarungen gehörten feste Verträge, aber auch nur Absichts- oder Rahmenerklärungen. Die Abkommen haben ein Volumen von etwa 250 Milliarden Dollar.

China will Flugzeuge kaufen

Eine der wichtigsten Vereinbarungen betrifft einen Gasdeal mit drei chinesischen Staatsunternehmen zur Förderung von Flüssiggas im US-Bundesstaat Alaska im Volumen von bis zu 43 Milliarden Euro. China sagte zudem den Kauf von 300 Flugzeugen des US-Herstellers Boeing für rund 37 Milliarden Dollar zu.

In chinesischen Staatsmedien wurden die Atmosphäre und die Ergebnisse des Treffens gelobt. Trump und Xi hätten eine Blaupause für die künftigen Beziehungen geschaffen.

Kaum Handfestes

Bei den Streitthemen Handel und Nordkorea wurden allerdings kaum Details bekannt. Trump lobt zwar das Versprechen seines Amtskollegen, China für ausländische Firmen stärker zu öffnen. Echte Fortschritte hin zu einem einfacheren Zugang zum chinesischen Markt gab es aber offenbar nicht. Beim Thema Nordkorea bekräftigte Xi lediglich, den Konflikt diplomatisch lösen zu wollen.

Trump reiste nach seinem Besuch in der chinesischen Hauptstadt nach Vietnam weiter, wo ein Gipfeltreffen der asiatisch-pazifischen Staatengruppe APEC stattfindet.

(sda/jfr/gku)

Anzeige