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Umwelt
Doris Leuthard lobt Pariser Klima-Abkommen

Doris Leuthard mit Bundesratstesla: Ministerin ist mit Paris zufrieden. Keystone

Bundesrätin Doris Leuthard ist zufrieden mit dem Kompromiss-Vertrag von Paris und fordert jetzt Taten. Auch müssten die Entwicklungsländer jetzt besser unterstützt werden.

Veröffentlicht am 13.12.2015

Das Pariser Klima-Abkommen ist laut Bundesrätin Doris Leuthard nicht perfekt, aber ein guter Kompromiss. Jetzt müssten die Taten folgen und die Schweiz werde das Ihre dazu beitragen, sagte Leuthard am Samstagabend in Paris.

Das Wichtigste sei der erstmalige Einbezug aller Länder in die Verantwortung, sagte die Umweltministerin vor Schweizer Medien nach Annahme des Abkommens. Die Schweiz hätte sich gewünscht, dass Entwicklungsländer stärker zum Senken ihrer Emissionen verpflichtet worden wären. Auch wäre es im Sinne der Schweiz gewesen, die Basis der Geberländer in der Klimafinanzierung auf grosse Schwellenländer auszuweiten.

Entwicklungsländer müssen unterstützt werden

Das zeige, dass das Abkommen nicht perfekt sei, aber es sei zustande gekommen. Damit einher gingen nun die Verpflichtungen. Die Entwicklungsländer müssten besser unterstützt werden. Dabei sei auch die Ausbildung wichtig.

Bei den Reduktionszielen für Treibhausgase habe die Schweiz eine ehrgeizige Vorgabe gemacht mit 50 Prozent weniger CO2 bis 2030, mindestens 30 Prozent davon im Inland. Sie sei gespannt, wie denn das Parlament darauf reagieren werde, spielte Leuthard auf die nächstes Jahr anstehende Revision des CO2-Gesetzes an.

Das Pariser Abkommen habe zum Ziel «eine bessere Welt mit weniger CO2». Für die Umsetzung brauche es Mehrheiten, im Parlament und in der Bevölkerung.

Paris ist nicht das Ende

Im Saal hatte sich Leuthard nach der Billigung des Abkommens auch ans Plenum gewandt, als Sprecherin der Environmental Integrity Group, der neben der Schweiz noch Liechtenstein, Mexiko, Monaco und Südkorea angehörten. Das Abkommen zeige, dass die Staatengemeinschaft es noch schaffe, zusammenzuspannen. Paris sei nicht das Ende der Bemühungen. Nun liege eine vertrauensbildende Basis vor, um die Treibhausgase zu senken.

Der Umfang der im Abkommen genannten Verpflichtungen reiche noch nicht aus, um den Anstieg der globalen Erwärmung auf klar unter 2 Grad zu begrenzen, erklärte Leuthards Departement UVEK am Abend in einem Communiqué. Mehrere Bestimmungen seien an den kommenden Klimakonferenzen zu konkretisieren. Die in Paris definierten Grundlagen müssten in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden.

(sda/gku)

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