Wegen der tödlichen Messerattacke im Bahnhof von Kunming sind drei der vier Angeklagten zum Tode verurteilt worden. Wie der staatliche Sender CCTV berichtete, hatten die drei Männer den Angriff geplant. Sie seien zwei Tage vor dem Massaker verhaftet worden, als sie aus dem Land fliehen wollten.

Eine weitere Beschuldigte, die beim Anschlag verwundet und festgenommen wurde, verurteilte das Gericht zu einer lebenslänglichen Haftstrafe.

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Vorwurf des Terrorismus

Der eintägige Prozess fand am Freitag statt. Alle vier Angeklagten wurden wegen Mordes und der Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verurteilt. Vier weitere Angreifer waren von der Polizei noch am Tatort erschossen worden. Beim Angriff am 1. März wurden 31 Menschen getötet und 141 weitere verletzt. Die Täter hatten wahllos auf Passanten im Bahnhof eingestochen.

Der Anschlag in Kunming steht offenbar im Zusammenhang mit dem Aufstand in Xinjiang. Die dort ansässigen muslimischen Uiguren sehen sich von der Zentralmacht in Peking benachteiligt und unterdrückt, weshalb es immer wieder zu gewaltsamen Protesten kommt. In den letzten Jahren haben die Aufständischen auch vermehrt Angriffe ausserhalb von Xinjiang verübt.

(gku)