Insgesamt sind die verschiedenen Sprachgruppen in der Bundesverwaltung ausgewogen vertreten. In den oberen Lohnklassen sind die Deutschschweizer aber deutlich übervertreten, wie der am Freitag vom Bundesrat genehmigte Bericht zur «Förderung der Mehrsprachigkeit» für die Jahre 2008 bis 2014 zeigt.

Bei den Topkadern mit einem maximalen Monatslohn von über 20'000 Franken sind ganze 72,5 Prozent deutschsprachig. Die französischsprachigen Mitarbeiter sind mit 21,9 Prozent leicht über dem Mittelwert. Klar untervertreten ist die italienischsprachige Sprachgemeinschaft mit lediglich 4,8 Prozent.

Ziele erreicht

Über alle Lohnklassen gesehen wurden im vergangenen Jahr bei den französisch- und italienischsprachigen Mitarbeitern die Sollwerte erreicht. Nicht der Fall ist dies beim Rätoromanisch, das nur von 0,3 Prozent aller Verwaltungsmitarbeiter als Muttersprache angegeben wird.

Die Ziele einer ausgewogenen Sprachenvertretung in der Bundesverwaltung seien insgesamt erreicht, es bestehe aber dennoch Handlungsbedarf, schreibt Nicoletta Mariolini, Delegierte des Bundes für Mehrsprachigkeit, in einer Medienmitteilung. Der Bericht enthält mehrere Empfehlungen für Verbesserungen, unter anderem zur Personalrekrutierung.

(sda/ise/lur)