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Handelsschranken
Durchbruch bei der Doha-Runde der WTO

WTO-Generalsekretär Roberto Azevêdo: Bis heute hatte er die Hoffnung auf ein Abkommen aufgegeben. (Bild: Keystone)

Bei den Vorverhandlungen zum Ministertreffen der Welthandelsorganisation in Bali kam es in letzter Minute zu einer Einigung mit grossen Zugeständnissen. Damit hat die Doha-Runde eine Überlebenschance.

Veröffentlicht am 29.11.2013

Vor der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) kommende Woche auf Bali haben die Unterhändler am Donnerstag in Genf doch noch eine Einigung erzielt. Wie WTO-Generalsekretär Roberto Azevêdo erklärte, einigten sich die Beteiligten auf Handels- und Zollerleichterungen für einen reibungsloseren Ablauf des internationalen Verkehrs.

Azevedo sprach von einem «Durchbruch». Den ärmsten Ländern solle ermöglicht werden, die zur Debatte stehenden neuen Richtlinien besonders flexibel umzusetzen.

Erst am Dienstag hatte Azevêdo in Genf bekanntgegeben, dass bei den Vorverhandlungen keine Einigung zustande gekommen sei und man ohne unterschriftsreifes Abkommen nach Bali reisen werde.

Die WTO-Ministerkonferenz, die am Dienstag auf der indonesischen Insel Bali beginnt, gilt als möglicherweise letzte Chance, die Doha-Verhandlungsrunde über den Abbau internationaler Handelsschranken wiederzubeleben. Die Verhandlungsrunde hatte 2001 in Katar begonnen.

Der Brasilianer Azevêdo hatte sein Amt erst im September angetreten. Er löste den Franzosen Pascal Lamy ab, der nach zwei vierjährigen Amtszeiten abgetreten war.

(sda/jev)

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