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Unruhen
Dutzende Tote bei Kämpfen in Libyens Hauptstadt

Tripolis: Immer wieder Kämpfe. (Symbolbild) Keystone

Bei den heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind Dutzende Menschen getötet worden. In Libyen konkurrieren zwei Regierungen um die Macht.

Veröffentlicht am 27.05.2017

Heftigen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen erschüttern die libysche Hauptstadt Tripolis. Dutzende Menschen sind getötet worden. Das libysche Gesundheitsministerium meldete 78 Todesopfer, darunter Zivilisten. Rund 1000 Menschen seien zudem verletzt worden. Die libysche Nachrichtenseite Al-Wasat berichtete am Samstag von 52 Toten und Dutzenden Verletzten.

In Libyens Hauptstadt konkurrieren zwei Regierungen um die Macht: die international anerkannte «Einheitsregierung» und eine selbst ernannte «Regierung der nationalen Rettung», die mit Islamisten verbunden ist.

Rauchsäulen

Deren Kräfte hatten am Freitagmorgen Truppen der Einheitsregierung angegriffen. Augenzeugen berichteten aus mehreren Vierteln von heftigen Gefechten und Rauchsäulen über der Stadt.

In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkriegschaos. Die Einheitsregierung war unter UN-Vermittlung gebildet worden, konnte ihren Einfluss bisher aber kaum über Tripolis ausdehnen. Im Osten Libyens beansprucht eine dritte Regierung die Macht.

Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte die Eskalation der Gewalt in Tripolis und rief alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Der UNO-Libyengesandte Martin Kobler erklärte über Twitter, politische Ziele dürften nicht mit Gewalt verfolgt werden.

(sda/chb)

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