In Westafrika ist die Zahl der Ebola-Toten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 8153 gestiegen. In Sierra Leone sei in den vergangenen Tagen der grösste Anstieg an Todesopfern registriert worden, teilte die WHO am Montag mit.

Die Zahl der Infizierten in Sierra Leone, Liberia und Guinea bezifferte die Organisation mit mehr als 20’600. Noch vor drei Tagen hatten die Behörden die Zahl der Ebola-Toten mit weniger als 8000 angegeben. Experten bezweifeln allerdings die Zuverlässigkeit der amtlichen Daten und vermuten eine hohe Dunkelziffer.

Konferenz gegen das Epidemie-Elend

Um die Epidemie zu bekämpfen, haben die EU und die UNO zu Jahresbeginn zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen Ebola aufgerufen. Die EU will in nächster Zeit eine Konferenz einberufen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Er werde in den ersten Monaten dieses Jahres eine internationale hochrangige Konferenz zur Bekämpfung von Ebola einberufen, sagte der verantwortliche EU-Koordinator Christos Stylianides. Die EU werde das Treffen organisieren, um über langfristige Strategien und konkrete Massnahmen gegen die Epidemie zu beraten.

Der neue Chef der UNO-Ebola-Mission (UNMEER), Ismail Ould Cheikh Ahmed, sprach von einer «globalen Krise». «Wir haben keinen Plan B, wir müssen das Virus loswerden», sagte der aus Mauretanien stammende Nachfolger des US-Experten Anthony Banbury am Samstag bei seiner Ankunft in der UNMEER-Zentrale in Ghanas Hauptstadt Accra.

(reuters/ise)

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