In Bern soll ein experimenteller Ebola-Impfstoff hergestellt werden. Dies gab das Biotechunternehmen Crucell am Dienstag bekannt. Im kommenden Jahr sollen über eine Million Impfdosen hergestellt werden.

Derzeit werde am Standort Bern auf Hochtouren an den Einzelheiten zu den Prozessen für die Herstellung, die Lagerung und den Transport des Impfstoffs gearbeitet, teilte das Unternehmen mit.

Impfstoff hat Auswirkungen auf Pläne in Bern

Die Crucell Schweiz AG gehört zum US-Pharmariesen Johnson & Johnson, der den Ebola-Impfstoff neben dem Standort in Bern auch noch im niederländischen Leiden entwickeln und produzieren will.

Die Entwicklung des Impfstoffs gegen den Ebola-Virus hat gemäss Crucell Auswirkungen auf die Pläne, einen Teil des Standorts Bern stillzulegen. Ende 2013 hatte das Unternehmen den Abbau von 380 Stellen bekannt gegeben, diese Zahl später aber nach unten korrigiert.

Keine Verbindung zum Impfstoff aus Lausanne

Crucell-Sprecher Thomas Moser konnte am Dienstag auf Anfrage keine Angaben dazu machen, wie sich die Produktion des experimentellen Ebola-Impfstoffs personell auswirken wird. Gemäss Moser steht der Impfstoff von Crucell nicht im Zusammenhang mit dem Impfstoff, den das Universitätsspital Lausanne (CHUV) testen wird.

(sda/dbe/ama)

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