Die Zahl der Ebola-Toten in Westafrika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 1'229 gestiegen. 2'240 Menschen hätten sich mit dem meist tödlichen Virus angesteckt, teilte die WHO am Dienstag in Genf mit. Damit erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Toten in kurzer Zeit deutlich.

Derweil ist in Spanien erneut ein Ebola-Verdachtsfall aufgetreten. In der baskischen Wirtschaftsmetropole Bilbao wurde ein Patient wegen einer möglichen Ebola-Infektion in die Quarantäne-Station eines Spitals gebracht. Das teilten die Gesundheitsbehörden mit. 

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Aus Sierre Leone zurückgekehrt

Der spanische Patient war kürzlich von einer Dienstreise aus dem westafrikanischen Land Sierra Leone zurückgekehrt, das von der Ebola-Epidemie besonders betroffen ist. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, haben die am stärksten betroffenen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone ganze Regionen zu Sperrzonen erklärt.

Die WHO arbeite mit dem UN-Welternährungsprogramm zusammen, um die rund eine Million Menschen in diesen Quarantänegebieten mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Bereitstellung von Lebensmitteln sei ein probates Mittel, um unnötige Bewegungen innerhalb der Sperrgebiete zu vermeiden, heisst es in einer WHO-Erklärung.

Ebola-Verdacht in Berliner Arbeitsamt

Einen ersten Fall von Ebola gibt es womöglich in Berlin. In einem Jobcenter in Berlin-Pankow gibt es laut übereinstimmenden deutschen Berichten einen Grosseinsatz von Polizei und Feuerwehr. Wie berichtet wird, könnte laut eines Mitarbeiters eine aus Afrika stammende Klientin an Ebola erkrankt sein.

Sie wurde demnach von Notärzten behandelt und weise die typischen Anzeichen der Infektionskrankheit wie hohes Fieber auf. Rund 600 Menschen durften das Jobcenter demnach zunächst nicht verlassen. 

(sda/reuters/lur/moh)