Die internationale Ebola-Hilfe zeigt nach Einschätzung der USA in Liberia erste Erfolge. So fänden Beerdigungen von Ebola-Opfern mehr und mehr unter sicheren Bedingungen statt, und Ebola-Tests würden deutlich schneller ausgewertet, sagte die US-Botschafterin bei der UN, Samantha Power, in Monrovia.

Selbst in abgelegenen Gebieten sei die Auswertungszeit von fünf Tagen auf fünf Stunden reduziert worden. Dadurch würden auch Betten für die Behandlung von Ebola-Patienten schneller wieder frei. «Wir haben noch einen weiten Weg vor uns, aber wir sind auf dem richtigen», sagte Power, die auch dem Kabinett von US-Präsident Barack Obama angehört.

«Wir werden die Epidemie besiegen»

Power rief die Staatengemeinschaft auf, ihre Anstrengungen im Kampf gegen Ebola zu verstärken. «Wir werden zusammenstehen und die Epidemie besiegen», bekräftigte sie auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf. Zuvor hatte Power Guinea und Sierra Leone besucht.

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Bislang sind nach offiziellen Zahlen rund 5000 Menschen vor allem in den am stärksten betroffenen westafrikanischen Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea an Ebola gestorben. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.

Australien stellt keine Visa mehr aus

Der Chef des von den USA betriebenen Labors, US-Korvettenkapitän Benjamin Espinosa, sagte, seit Arbeitsbeginn der Einrichtung vor drei Wochen seien 280 Proben untersucht worden. Der Anteil positiver Tests sei in dem Zeitraum von 50 Prozent auf etwa ein Drittel gesunken.

Präsidentin Sirleaf Johnson betonte, dass Ebola als globale Bedrohung gesehen werden müsse. «Stigmatisierungen, Ausgrenzungen und Restriktion sind nicht die richtige Antwort darauf», mahnte sie. Mehrere US-Bundesstaaten haben eine Quarantäne von 21 Tagen für aus den Ebola-Gebieten rückkehrende Ärzte und Helfer verhängt. Australien vergibt keine Visa mehr für Bürger der drei am schwersten betroffenen Staaten Westafrikas.

(reuters/dbe/ama)