1. Home
  2. Politik
  3. Economiesuisse äussert Kritik an der EU

Abkommen
Economiesuisse äussert Kritik an der EU

Der Wirtschaftsdachverband bezeichnet die Reaktionen in Brüssel als «vorschnell und nicht zielführend» – und bietet dem Bundesrat bei der Umsetzung der Initiative Unterstützung an.

Veröffentlicht am 17.02.2014

Der Wirtschaftsdachverband economiesuisse zeigt sich besorgt über das derzeit angespannte Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU. Er kritisiert die Reaktionen der EU als «vorschnell und nicht zielführend». Die Sistierung wichtiger Verträge schadeten beiden Seiten.

Die Nichtverlängerung der beiden wichtigen Abkommen über das Studierendenprogramm «Erasmus+» und das Forschungsprojekt «Horizon2020» sei bedauerlich, teilte economiesuisse mit. Angesichts der gegenseitigen Abhängigkeit seien sowohl die Schweiz als auch die EU an einer Lösung der Probleme interessiert.

Beziehungen erschüttert

Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative habe die Beziehungen zwischen den beiden Vertragspartnern zwar erschüttert, doch seien vorschnelle Massnahmen nicht der richtige Weg – zumal die Umsetzung der Volksinitiative noch völlig offen sei.

Auch die Sistierung des Stromabkommens und die Verschiebung des Mandats für ein Rahmenabkommen bleiben laut dem Verband der Schweizer Unternehmen nicht ohne Folgen. «Ohne Abkommen ist mit zusätzlichen Strompreiserhöhungen zu rechnen», schrieb economiesuisse.

Der Wirtschaftsverband will den Bundesrat bei der Umsetzung des Volkswillens und bei den Verhandlungen mit der EU unterstützen.

(sda/vst/sim)

Anzeige