Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta hat am Rand einer Veranstaltung in Lausanne Vorwürfe eines Pro-Komitees der Abzocker-Initiative gekontert. Diese seien eine Beleidigung für die 100'000 Unternehmen, die der Wirtschaftsdachverband vertrete.

Die Vorwürfe seien «totaler Unsinn», sagte Gentinetta der Nachrichtenagentur sda. Am Dienstag hatte Paolo Bernasconi, der Präsident eines Unterstützungskomitees für die Abzocker-Initiative, Gentinetta den Rücktritt nahegelegt. Economiesuisse vertrete die Interessen von ein paar Dutzend Abzockern und nicht die der gesamten Wirtschaft, hatte Bernasconi argumentiert. Gentinetta erwiderte darauf, dass der Verband nicht auf Kosten der KMU-Betriebe die Interessen der Chefs der grossen Firmen vertrete.

Der Dachverband vertrete 100'000 Unternehmen und treffe seine Entscheide «sehr demokratisch». Er werde vollständig von seinen Mitgliedern finanziert. Economiesuisse hat für die Abstimmung über die Abzocker-Initiative am 3. März die Nein-Parole ausgegeben und investiert acht Millionen Franken in die Kampagne.

Anzeige

(muv/chb/sda)