Lange zeigte sich der Wirtschaftsdachverband immun gegenüber der Kritik. Nun geht er doch noch in sich. Das klare Signal der Bevölkerung mit der Annahme der Abzocker-Initiative nehme man zum Anlass, die eigene Positionierung zu überdenken, erklärt die  Economiesuisse in einer Medienmitteilung. Ihr sei es ein grosses Anliegen, aus der Niederlage die richtigen Lehren zu ziehen.

Welche Konsequenzen in Bezug auf Image, Rolle und Verantwortung des breit abgestützten Verbands gezogen werden müssen, sei Gegenstand einer internen Analyse. Oberste Zielsetzung bleibe, dass Economiesuisse sich weiterhin für eine liberale Wirtschaftsordnung und attraktive Standortbedingungen einsetzt. Dabei gelte es, die breite Basis deutlich sichtbar zu machen.

Keine personellen Konsequenzen

Nue eines schliesst die Economiesuisse im Vorfeld bereits aus. Personelle Konsequenzen wird es keine geben. Der Vorstand bekräftigte sein Vertrauen in die bestehenden Strukturen und Personen, heisst es weiter.

Die Economiesuisse gibt ferner bekannt, dass mit der Stiftung "KMU Next" ein neues Mitglied in den Dachverband aufgenommen wurde. Diese engagiere sich für optimale Nachfolgeregelungen in kleinen und mittleren Schweizer Betrieben und biete in diesem Themenbereich verschiedene Dienstleistungen an.

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Bedauern über Entscheid des Uhrenverbandes

Das Austrittsvorhaben des Uhrenverbandes wird indes mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Sämtliche in Gang gesetzten Bemühungen, die Differenzen mit dem Branchenverband der Uhrenindustrie beizulegen und eine Einigung über die weitere Zusammenarbeit zu erzielen, würden ausdrücklich unterstützt.

(se/sda)