In die festgefahrene Debatte um überhöhte Importpreise kommt Bewegung. Unter der Führung des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse hat sich eine breite Allianz von Wirtschaftsorganisationen formiert, die staatlichen Handelshemmnissen den Kampf ansagen will.

Konkret fordern die Industrievertreter eine Vereinfachung von Zulassungs- und Zollmechanismen bei der Einfuhr von EU-Produkten. Zugleich sollen Schweizer Sonderwünsche bei den Produktedeklarationen beseitigt werden. Mit dem Abbau der Importhürden will die Allianz den Druck auf die Preise erhöhen.

Unbehelligte Konsumgüterhersteller

Zu den Initianten gehören neben Economiesuisse die Branchenverbände Swiss Retail, Pro Marca und Handel Schweiz. Mit im Boot sitzen auch das Konsumentenforum und der Gewerbeverband. Die Grossverteilerin Migros, die sich im Parlament für die sogenannte «Lex Nivea» stark macht, bezeichnet die Initiative der Industrie als «durchsichtiges Ablenkungsmanöver», um die Konsumgüterhersteller weiterhin unbehelligt zu lassen.

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