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Economiesuisse hält an kritisierter Werbeagentur fest

Arbeitet weiter mit der Werbeanstalt zusammen: Pascal Gentinetta. (Bild: Keystone)

Die Werbeagentur, die im Auftrag von Economiesuisse die Kampagne gegen die Abzocker-Initiative gestaltet und Studenten dafür bezahlte, unter falschem Namen in Online-Medien Leser-Kommentare zu veröffe

Veröffentlicht am 30.12.2012

Die Werbeagentur, die im Auftrag von Economiesuisse die Kampagne gegen die Abzocker-Initiative gestaltet und Studenten dafür bezahlte, unter falschem Namen in Online-Medien Leser-Kommentare zu veröffentlichen, muss offenbar keine Konsequenzen fürchten. «Wir können der Werbeanstalt AG den Auftrag nicht entziehen, die ganze Kampagne ist schon fertiggestellt, die Plakate sind gedruckt. Die Firma hat die Aktion gestoppt, und das ist das wichtigste», sagt Economiesuisse-Kampagnenleiterin Ursula Fraefel zur Zeitung «Der Sonntag».

Der «Tages-Anzeiger» machte gestern die umstrittenen Methoden der Firma publik. Der Wirtschaftsdachverband distanziert sich von der Aktion und versichert, von nichts gewusst zu haben. «Der Alleingang der Werbeanstalt war sicher nicht förderlich», sagt Fraefel. Trotzdem schliesst der Wirtschaftsverband eine weitere Zusammenarbeit mit der Firma nicht aus: «Wir haben uns die Frage noch nicht gestellt, ob wir in Zukunft wieder mit der Werbeanstalt zusammenarbeiten wollen», sagt Kampagnenleiterin Fraefel.

Im Auftrag von Economiesuisse hatte die Werbeanstalt AG bereits die Initiative «6 Wochen Ferien für alle» bekämpft. Wie «Sonntag»-Recherchen zeigen, setzt Economiesuisse im Kampf gegen die Abzocker-Initiative selber auch auf Studenten.

Mitarbeiter von Economiesuisse haben an der Universität Zürich mit Studenten Interviews geführt, die auf der Kampagnen-Website veröffentlicht werden sollen. Bei den Interviewern handelt es sich um einen Praktikanten und den hauseigenen Online-Redaktor, wie Fraefel gegenüber dem «Sonntag» bestätigt.

(chb)

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