Nach der Annahme der Abzocker-Initiative haben gemäss Economiesuisse-Präsident Rudolf Wehrli mehrere internationale Unternehmen vor, die Schweiz zu verlassen. «Die Pläne zum Wegzug sind ausgearbeitet», sagte Wehrli in der «Rundschau» von SRF 1 vom Mittwochabend.

Es handle sich dabei um «mehrere grosse Unternehmen», sagte der Präsident des Wirtschaftsdachverbands.

«Ich weiss aus meinen konkreten Gesprächen, die ich mit Führungsspitzen von grossen, börsenkotierten Firmen führe, dass das durchaus reale Szenarien sind, die da geprüft werden. Es ist aber ganz selbstverständlich, dass diese Firmen das nicht im Vorfeld der Öffentlichkeit erzählen. Sie warten jetzt die nächsten paar Monate der Entwicklung ab. Aber die Pläne zum Zügeln sind ausgearbeitet.»

«Sie haben Optionen, wo sie hingehen wollen», sagte Wehrli. Namen von Unternehmen wollte er selber im «Rundschau»-Beitrag auf Nachfrage hin nicht nennen.

Zur Niederlage von Economiesuisse am Sonntag in der Abstimmung zur Abzocker-Initiative räumte Wehrli ein, der Wirtschaftsdachverband habe ein Glaubwürdigkeitsproblem. Es gebe aber «keinen Grund für ein Köpferollen». Die Führungsmannschaft werde nicht ausgewechselt. «Wir liegen nicht am Boden», sagte Wehrli.

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(chb/sda)