Pünktlich zum Ferienbeginn in vielen Kantonen hat das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) heute die Reisewarnung für die Badeferienorte Sharm el-Sheikh, Dahab und Nuweiba per sofort wieder aufgehoben. Darauf weist der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse hin. Seit Februar warnte das EDA, dass «Hinweise auf eine konkrete terroristische Bedrohung gegen touristische Ziele» vorlägen.

Dies scheint nun offenbar nicht mehr zu gelten. Entsprechend können sich Reiseveranstalter Hoffnung machen, dass zumindest ein paar Last-Minute-Reisende das nordafrikanische Land als Tourismusziel in Betracht ziehen. Bislang waren Reisen nach Ägypten in diesem Jahr weniger gefragt, wie eine gestern veröffentlichte Erhebung von Kuoni zeigte.

EDA: Risiko von Terroranschlägen besteht

Das steht offenbar im direkten Zusammenhang mit der Reisewarnung des EDA, wie im Frühjahr bereits Orascom-Chef Samih Sawiris betonte. Er kritisierte die Hinweise der Behörde seinerzeit als «inakzeptable Bevormundung der Bürger». Insbesondere die Evakuierung der Schweizer Touristen von der Sinai-Halbinsel im Februar konnte der ägyptische Unternehmer nicht nachvollziehen.

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Wie das EDA auf der Webseite mitteilt, bestehe aktuell dennoch «das Risiko von Terroranschlägen jederzeit im ganzen Land, dies schliesst auch die Badeorte mit ein.»