Grosse Überraschung in der Sat.1-Talkshow «Eins gegen Eins», die heute um 23:20 Uhr ausgestrahlt wird. Gäste im Studio: Selfmade-Milliardär Carsten Maschmeyer (54) und Gregor Gysi (65). Im Streitgespräch geht es zunächst um Steuergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit.

Plötzlich, gegen Ende, attackiert der Unternehmer den Fraktionschef: «Spielen Sie nicht den Robin Hood. Sie haben mir vor einigen Monaten einen Brief geschrieben, ob ich Ihnen helfen kann für einen ihrer Mandanten, der für 43 Millionen Euro Gold in der Schweiz hat.» 

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Gysi schweigt zum Goldschatz

Gysi wirkt überrascht. Dann erzählt er, dass er sich in der Sache für einen Mandanten einsetze, der von einer Schweizer Bank um sein gesamtes Vermögen betrogen worden sei und deshalb heute von Hartz IV lebe. Auf Bild-Anfrage wollte sich Gysi nicht weiter zum Millionen-Schatz in der Schweiz äussern, liess stattdessen auf seine anwaltliche Schweigepflicht verweisen. 

Tatsächlich, so erfuhr Bild aus Sat.1-Kreisen, schrieb Anwalt Gysi am 18. August 2011 an Maschmeyer über seinen Mandanten: «Herr (...) hat Forderungen an die UBS in der Schweiz. Er hat dort Gold hinterlegt, das einem heutigen Wiederbeschaffungswert von 43,8 Millionen Euro entspricht (...)». Und weiter: «Es läuft bereits eine Strafanzeige durch unseren Mandanten und darüber hinaus sind wir beauftragt, in Kürze eine Klage auf Herausgabe der Goldbarren in der Schweiz zu erheben (...)». 

Maschmeyer verweigerte die Mithilfe

Darüber hinaus heisst es: «Unser Mandant geht davon aus, dass Sie über einen engen Kontakt zu den führenden Persönlichkeiten der UBS verfügen.» Der Brief endet mit einem Hilfegesuch Gysis: «Bitte teilen Sie mir doch mit, ob Sie bereit sind, an einer Vermittlung mitzuwirken.» 

Carsten Maschmeyer mochte beim Heben des Goldschatzes übrigens nicht mitwirken.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Zeitung «Bild».