1. Home
  2. Politik
  3. Einwanderungsstopp trifft die AHV

Vorsorge
Einwanderungsstopp trifft die AHV

Propaganda-Plakate: Die Einwanderung stützt die AHV. (Bild: Keystone)

Ein Ja zur Initiative der SVP gegen die Masseneinwanderung könne Folgen für die AHV-Finanzierung haben. Dies sagt Jürg Brechbühl, Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen.

Von Samuel Gerber und Urs Aeberli
am 22.01.2014

Die Annahme der SVP-Inititative gegen Masseneinwanderung könnte Folgen für die AHV haben, sagt Jürg Brechbühl zur «Handelszeitung». Der Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) geht im Referenzszenario bei der «Altersvorsorge 2020» von einem Migrationssaldo von 40'000 Personen im Jahr 2030 aus. «Wenn die Zuwanderung unter unseren Annahmen bleibt, braucht die AHV früher als erwartet eine Zusatzfinanzierung», sagt Brechbühl. Aktuell liegt der Migrationssaldo bei rund 67'000 Personen.

Brechbühl kritisiert in der «Handelszeitung» die Kostentransparenz der Vollversicherungslösungen für KMU-Betriebe. «Wir machen ein Fragezeichen, weil langfristig die Risikoprämien für Tod und Invalidität zweieinhalb Mal so hoch sind wie die ausbezahlten Risikoleistungen», sagt Brechbühl. In die Vorlage zur «Altersvorsorge 2020» wurde daher eine Bestimmung aufgenommen, wonach bei den Vollversicherungsmodellen der Lebensversicherer die Risikoprämien ein bestimmtes Verhältnis zu den Risikoleistungen nicht übersteigen dürfen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

Anzeige