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Demokratie
Eklat in serbischer Regierungs-Koalition

Serbien: Das Land kommt politisch einfach nicht zur Ruhe. (Bild: Keystone)

Die politischen Machtspiele in Serbien gehen weiter: Nun wurde der Finanzminister und Hoffnungsträger des Landes aus dem Kabinett geworfen.

Veröffentlicht am 30.07.2013

Der serbische Superminister Mladjan Dinkic und seine URS-Partei sind aus der Regierung geworfen worden. Das teilte Regierungschef Ivica Dacic in Belgrad mit. Der bisherige Minister für Finanzen und Wirtschaft werde dem Kabinett nicht mehr angehören.

Dacic appellierte an seinen Koalitionspartner SNS, die Regierung fortzusetzen. «Wenn die SNS das nicht akzeptiert, wird es Neuwahlen geben», sagte Dacic. Die bisherige Regierung wurde von der Fortschrittspartei (SNS) des stellvertretenden Regierungschefs Aleksandar Vucic, den Sozialisten von Dacic als Juniorpartner und den Vereinigten Regionen Serbiens von Dinkic gebildet.

Nach dem Rauswurf von Dinkic hat die Regierung im Parlament nur noch eine Mehrheit von zwei Abgeordneten. Ob die SNS als mit Abstand grösste Partei des Balkanlandes die Regierungsumbildung mitträgt oder Neuwahlen anstrebt, war zunächst unklar. Die Regierung ist seit einem Jahr im Amt.

(muv/tno/sda)

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