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Unbeliebt
Emmanuel Macron: Der Lack ist schon ab

Emmanuel Macron: Seine Reformen kommen nicht überall an. Keystone

Nur 36 Prozent der Franzosen sind mit der Amtsführung des neuen Präsidenten zufrieden. Schlecht kommt unter anderem die Lockerung des Arbeitsrechts an.

Veröffentlicht am 13.08.2017

Fast 100 Tage nach der Wahl von Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten sind nur 36 Prozent der Bevölkerung zufrieden mit dem Handeln des Staatschefs. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Ifop für die Zeitung «Le Figaro» hervor.

Bei Macrons Vorgänger François Hollande waren zum gleichen Zeitpunkt nach seiner Wahl 2012 noch 46 Prozent der Befragten zufrieden mit der Zwischenbilanz des Präsidenten.

«Die Franzosen erwarten Ergebnisse»

«Die Franzosen erwarten Ergebnisse und eine Klärung der Reformen», sagte der Ifop-Experte Jérôme Fourquet dem «Figaro» vom Samstag. In den vergangenen Wochen hatten mehrere Umfrageinstitute bereits einen Absturz der Beliebtheitswerte Macrons festgestellt.

«Die Franzosen haben verstanden, dass sofort Anstrengungen verlangt werden und dass die Belohnungen eventuell später kommen», so Fourquet. Mehrere Vorhaben des sozialliberalen Präsidenten und der Regierung werden in der Umfrage überwiegend negativ beurteilt.

Unbeliebte Senkung des Wohngelds

Besonders schlecht kommt die angekündigte Senkung des Wohngelds für Geringverdiener um fünf Euro im Monat an - 60 Prozent der Befragten sind damit nicht zufrieden, 26 Prozent äusserten sich zufrieden.

Mit der umstrittenen Lockerung des Arbeitsrechts, die die Regierung bis zum Herbst umsetzen will, sind 51 Prozent unzufrieden, 31 Prozent äussern sich positiv.

Über die Sparmassnahmen in vielen Ministerien, um in diesem Jahr die europäische Defizitgrenze von drei Prozent der Wirtschaftskraft einzuhalten, zeigte sich dagegen eine klare Mehrheit von 57 Prozent zufrieden (28 Prozent nicht zufrieden).

(sda/gku)

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