Die Europäische Union und Mexiko haben sich gegen den Protektionismus im Welthandel gewandt und juristische Sicherheit bei Investitionen in Lateinamerika gefordert. Für ein nachhaltiges Wachstum seien ein geeignetes Umfeld für Anleger, eine Liberalisierung des Handels sowie die Achtung des privaten Eigentums nötig, hiess es am Sonntag vor dem G20-Gipfeltreffen im mexikanischen Los Cabos.

Argentinien hatte im Mai YPF, die heimische Tochtergesellschaft des spanischen Ölkonzerns Repsol, enteignet und teilverstaatlicht. Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner hatte den von Spanien und Brüssel heftig kritisierten Schritt mit fehlenden Investitionen des spanischen Konzerns in ihrem Land begründet.

Zwar wurde Argentinien nach dem bilateralen EU-Mexiko-Treffen am Sonntag nicht ausdrücklich erwähnt. Aber bei dem G20-Gipfel werden sich erstmals seit der YPF-Enteignung Fernández de Kirchner und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy begegnen. Ein Zweier-Gespräch ist offiziell bislang nicht vorgesehen.

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Mexiko, das um seine Autoexporte fürchtet, hat die Handelsbeschränkungen in Argentinien ebenfalls verurteilt. Der wachsende Protektionismus im Welthandel ist eines der Themen des G20-Gipfels in Los Cabos.

(chb/laf/awp)